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Aufgedeckt: Deutsche Geheimdienste lesen seit Jahren mit
Geschrieben von Kp 4/1   
Mittwoch, 26. Juni 2013

Was unter den Teppich gekehrt wurde:

Neben den USA, den Briten und der EU lesen ebenfalls still und heimlich unsere eigenen Agenten fleißig den Internetverkehr der Bürger mit.

Ein Bericht an den Bundestag bereits aus dem Jahr 2010 belegt, dass alleine in diesem Jahr 37 Millionen E-Mails heraus gefiltert wurden. Damit ist bewiesen, dass der Internet-Traffic vom Verfassungsschutz, BND und der supergeheime MAD komplett mit gelesen wird, da die 37 Millionen "Ergebnisse" zwangsläufig nur einen Bruchteil darstellen können, von dem, was vorher durchsucht werden musste. Das alles geschieht heimlich, ohne jegliche Kontrolle, ohne richterlichen Beschluss und ohne dass Ihr davon informiert werdet.

Die Befürchtungen von bundesfalle.de, die wir bereits 2007 hier ansprachen, haben sich nicht nur bestätigt, sondern sind sogar um ein vielfaches übertroffen worden. Die Man-In-The-Middle-Attacken finden bei allen Providern <10000 Kunden statt.

Da diese in der Regel direkte Verbindungen zu den Backbones unterhalten, reicht das auch aus, da dort der gesamte Internet-Datenstrom zusammen läuft. Von hier aus kann dann komplett und bequem mitgeschnitten werden. Die dafür notwendige Hardware ist die bereits mehrfach aufgefallene SINA-Box:

 

SINA-Box

 

Dies betrifft nicht nur den Traffic, der von oder nach Deutschland läuft, sondern auch Datenpakete, die aus dem Ausland zufälligerweise über die Backbones laufen. Die Deutschen Geheimdienste betreiben nach Auskunft eines Informanten, seit Jahren bereits große zentrale leistungsfähige Rechenzentren mit der Möglichkeit, sehr große Datenvolumen speichern zu können. Nach seiner Aussage kann der komplette Traffic eines Jahres vollständig archiviert werden, was dem G-10-Abkommen widersprechen würde.

Offiziell wird abgestritten, dass der Traffic gespeichert wird. Allerdings ist das im System bereits implementiert, wie hier aus der Systembeschreibung der SINA-Boxen klar hervor geht:

 

"SINA One-Way-Gateway

SINA setzt einen abgeschotteten Sicherheitsbereich voraus, in dem die Daten gespeichert werden. In der Praxis ist es häufig notwendig, Daten aus unsicheren Bereichen (z. B. Internet) in einen Sicherheitsbereich zu transferieren, ohne dass vertrauliche Daten den Sicherheitsbereich verlassen dürfen. Hierzu wurde ein Gateway geschaffen, das einen unidirektionalen Datenfluss garantiert. Das Gateway besteht aus zwei SINA-Boxen und zwei Transfer-Proxies..."

Abbildung 11, prinzipieller Aufbau des SINA-One-Way-Gateways

(Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Der Bundesnachrichtendienst alleine hat derzeit ein Budget von 100 Millionen Euro zum Ausbau der Infrastruktur, um dem erhöhten Datenaufkommen gerecht zu werden. Wir bleiben für Euch weiter dran an dem brisanten Thema.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 26. Juni 2013 )
 
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